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Schuldnerberatung Besigheim

Staatlich anerkannte Schuldnerberatung gemäß § 305 InsO 

Sie benötigen eine kostenlose Schuldnerberatung im Kreis Besigheim?

Neben den öffentlichen Stellen in Besigheim erhalten Sie eine kostenlose Beratung auch von Rechtsanwälten bei einem zumutbaren Selbstbehalt von € 15,-. Bei Bedürftigkeit - Regelfall bei einer Schuldnerberatung - stellt Ihnen das Amtsgericht Besigheim, Amtsgerichtsgasse 5, 74354 Besigheim bei Vorlage von Belegen zu Einkommen und Miete einen Beratungshilfeschein (eine Art Gutschein) aus.

Den Antrag auf Beratungshilfe können Sie auch direkt mit dem beratenden Schuldenberater ausfüllen.

Bei Interesse vereinbaren Sie bitte einen Beratungstermin:

Tel.: 0176 / 780 21 002

Der Vorstand

 

Zum Thema:

... schuldenfrei in 6 Jahren durch Verbraucherinsolvenz ???

Seit 1999 können Privatleute ebenso wie früher lediglich Unternehmen Insolvenz anmelden - die sogenannte Verbraucherinsolvenz.

Am Ende der 6-jährigen "Wohlverhaltensperiode" des Verfahrens steht die Restschuldbefreiung und damit der staatliche Schuldenerlass. 

   

Das Problem: Überschuldung

In Deutschland sind ca. 3 Mio. Haushalte von Überschuldung betroffen. Die Liste der Gründe, wie es zur Überschuldung kommen kann, ist lang:

Arbeitslosigkeit, Scheidung, verführerische Waren und Kredite, etc. .

Mit der Wirtschaftsflaute stieg ebenso die Zahl der Überschuldungen bei Selbstständigen und Unternehmern rapide an.

Der Gerichtsvollzieher pfändet, eidesstattliche Versicherungen müssen abgegeben werden. Statt dass der Schuldenberg abnimmt, wird die Überschuldung durch auflaufende Zinsen, Gerichts- sowie Vollstreckungskosten nur noch immer höher.

Verbraucherinsolvenz

Seit 1999 können Privatleute ebenso wie früher lediglich die Firmen „Konkurs“ anmelden. Bei Privatleuten spricht man hierbei von dem Verbraucherinsolvenzverfahren.

Mit der Einführung dieses Verfahrens erhalten Schuldner eine wirkliche Perspektive. So wird den Schuldnern die Möglichkeit eröffnet, durch Stellung des Verbraucherinsolvenzantrages bei Gericht nach bereits 6 Jahren einen staatlichen Schuldenerlass (sog. Restschuldbefreiung) zu erhalten.

Durch dieses gerichtliche Verfahren eröffnet der Gesetzgeber den Weg zu einem wirtschaftlichen Neuanfang in zumindest absehbarer Zeit. Ohne die Stellung eines Antrages auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens schaffen es Schuldner häufig nur, die immer weiter anfallenden Zinsen zu begleichen, ohne dass der Schuldenberg als solcher abnimmt.

Das Verbraucherinsolvenzverfahren wendet sich an alle Schuldner, unabhängig von der Zahl der Gläubiger bzw. von der Höhe der Schulden.

Seit 1999 gab es zwischenzeitlich bereits über 100.000 Verbraucherinsolvenzverfahren vor den Amtsgerichten. Die Zahl ist noch einmal dadurch gestiegen, dass die Gerichtskosten nun im Regelfall gestundet werden können.

Das Verbraucherinsolvenzverfahren 

  1. Individuelle Beratung
  2. Die Gläubiger werden von unserer Kanzlei außergerichtlich angeschrieben. In diesem Verfahrensstadium wird versucht, eine außergerichtliche Einigung zu erzielen und dabei Teilschuldenerlasse auszuhandeln. In den meisten Fällen leben die Schuldner unterhalb des Existenzminimums und können den Gläubigern nichts anbieten. Dies müssen Sie auch nicht.
    Wir bilden in unserem Vergleich das gerichtliche Verfahren 1 zu 1 ab und bieten für diesen Fall den Gläubigern einen sog. flexiblen Nullplan an. Sie zahlen also nur dann etwas an die Gläubiger, sofern Sie in den nächsten 6 Jahren wieder mehr als das Existenzminimum verdienen sollten. Nach Ablauf der 6 Jahre müssen die Gläubiger auf die Restschuld verzichten.
    Andere Vergleichsangebote wie Einmalzahlungen, feste Raten, usw. werden wir mit Ihnen vorab besprechen und Vor- und Nachteile abwägen. Bei den Verhandlungen bewirkt ein Anwaltsbriefkopf häufig Wunder. Der Gläubiger weiß damit, dass hier das gerichtliche Verfahren unmittelbar bevorsteht.
  3. Sollte eine solche Einigung nicht erzielt werden können, so sind wir als Rechtsanwälte berechtigt, Ihnen die für die Einleitung des gerichtlichenVerfahrens notwendige Bescheinigung auszustellen, dass eine außergerichtliche Einigung ernsthaft versucht wurde.
  4. Wir stellen für Sie beim zuständigen Amtsgericht – Insolvenzgericht - den Antrag auf Eröffnung des Verbraucherinsolvenzverfahrens mit anschließender Restschuldbefreiung.
  5. In dem geordneten Gerichtsverfahren können die Gläubiger nun ihre einzelnen Forderungen zur Insolvenz anmelden. Einzelvollstreckungen von Gläubigern mittels Gerichtsvollzieher etc. sind dann nicht mehr erlaubt. Das Gericht prüft, ob verwertbares Vermögen vorhanden ist, das an die Gläubiger verteilt werden kann.
  6. Danach beginnt die sogenannte „Wohlverhaltensperiode". Sie dauert 6 Jahre und wird von einem Treuhänder begleitet.
    Sollten Sie in dieser Zeit Einkünfte oberhalb der Pfändungsfreigrenzen, also des Existenzminimums haben, so wird der überschießende Betrag an die Gläubiger über ein Treuhänderkonto abgeführt. Dies ließe sich jedoch auch ohne Verbraucherinsolvenzverfahren nicht verhindern. Der Schuldner hat sich insofern "wohl" zu verhalten, als er alle Einkommens- und Vermögenszuwächse sowie sonstige Änderungen seiner persönlichen Verhältnisse unaufgefordert mitzuteilen hat.
  7. Sind die 6 Jahre vorbei, erlässt das Gericht bei Vorliegen aller Voraussetzungen die Restschulden. Noch offene (Alt-) Forderungen der Gläubiger sind damit erloschen.

 

*Der Insolvenzanwalt kann bei Bewilligung von Beratungshilfe (AG Besigheim) kostenbefreit für Sie tätig werden und rechnet seine Rechtsanwaltsgebühren gegenüber der Staatskasse ab. Dem Rechtsanwalt steht es zu, einen Selbstbehalt in Höhe von € 10,- vom Mandanten zu verlangen. Beratungshilfe erhalten bedürftige Personen. Die Bedürftigkeit ist gegenüber dem Amtsgericht durch Belege glaubhaft zu machen und liegt bei Schuldenberatungen regelmäßig vor.

 

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